offener Brief an Vorstand Piraten Nürnberg

Hallo Vorstand,

nachdem ich von meiner Person aus der Zeitung lesen musste, sehe ich mich gezwungen hierzu öffentlich Stellung zu beziehen. Ich richte diese Stellungnahme zuerst an Euch, da die Unterstellungen bzw. Aussagen eurem Kreis entstammen.

Zuerst möchte ich nochmals zu Protokoll geben, dass ich mich trotz meiner Enttäuschung über den Verlauf der Aufstellungsversammlung nicht despektierlich über einzelne Piraten sowie über die Partei als solches geäußert habe. Dies geschah vor allem in Hinblick meiner Verwurzelung mit der Piratenpartei und mit dem Ziel Schaden durch sinnlose öffentlich geführte Diskussionen fernzuhalten.

Genau dieses ist aber nun im umgekehrten Falle passiert, indem über meine Person öffentlich hergezogen wird. Inwiefern das ein taktischer Zug ist, um den Kommunalwahlkampf einen besonderen Auftakt zu geben vermag ich nicht zu entscheiden. Bei einem bin ich mir aber sicher: Alle bisher öffentlich geführten Personaldebatten bei den Piraten haben der Partei als solches Schaden eingebracht. Diese Personaldebatte wird auf meinem Rücken ausgetragen. Das empfinde ich als massiven Eingriff in meine Privatsphäre.

Nachdem ich gestern von dutzenden Piraten kontaktiert wurde, die mir ihre Solidarität versicherten, die aber auch den Wunsch hatten diesen Konflikt möglichst „flauschig“ zu beenden möchte ich an dieser Stelle nochmals betonen, dass ich öffentlich angegriffen wurde und nun mein Recht wahrnehme, meinen Namen vom politischen Schaden der Unglaubwürdigkeit rein zu halten. Wir leben in einer Mediendemokratie und wir wissen, dass beinaher jeglicher Schwachsinn der unwidersprochen gedruckt wird dazu führt, dass dieser am Ende von den Wähler als Tatsache wahrgenommen wird.

Dass die folgenden Äußerungen und Behauptungen stattfanden wird nicht bestritten (siehe Mailingliste). Einzig und allein die Zuspitzung durch die Presse wird als Argument eingebracht um Schuld von sich zu schieben. Dieses Argument möchte ich aus zweierlei Gründen nicht gelten lassen.

Erstens attestiere ich dem Journalisten, dem hier die Zuspitzung unterstellt wird ein durchaus ausgewogenes und keinesfalls negatives Verhältnis zu den Piraten. Ich distanziere mich daher von der auf öffentlichen Kanälen der Piratenpartei Nürnberg pauschalierten und in diesem Fall individualisierten Presseschelte, die ich persönlich nicht mittragen kann. Offensichtlich versuchen hier die Urheber des persönlichen Angriffs die Schuld von sich zu schieben und den „schwarzen Peter“ an die Presse weiterzureichen. Entweder weil sie sich ihres Fehlers bewusst geworden sind oder weil es so schön bequem ist. Fakt ist, wie oben schon erwähnt, dass die Zitate so gefallen sind, ohne Wenn und Aber.

Zweitens hat keinerlei direkter Versuch seitens der Zitatgeber stattgefunden eine eventuelle Überspitzung zu kommentieren oder den mir und uns entstandenen Schaden zu kompensieren bzw. zu begrenzen. Eine in einem solchen Katastrophenfall direkte Kontaktaufnahme durch den Zitatgeber mit dem Betroffenen hat nicht stattgefunden. Es wird also über mich statt mit mir gesprochen. Es wird nicht mal versucht die dreistesten Unterstellungen zu heilen.

Zum Inhalt des Vorgebrachten:

Ich verwahre mich gegen folgende Zitate und Aussagen und fordere eine öffentliche Richtigstellung:

1) Es wurde vom Vorsitzenden des Kreisverbandes konstruiert, dass ich in den letzten Wochen nicht aktiv war und deshalb nicht gewählt wurde. Diese Aussage ist erstens sachlich falsch und zweitens politisch verheerend.

Die Aussage ist sachlich falsch, dass lässt sich durch folgende Aktivitäten-Liste (nach den Wahlen) die dem Vorstand bzw. dem Vorsitzenden bekannt waren leicht nachvollziehen:

– Persönliche Unterstützung des Tschechischen Piratenwahlkampfs als Danke für die erhaltene Hilfe im Landtagswahlkampf .

– Initiative und Teilnahme zur Mahnwache für die Verstorbenen Flüchtlinge vor Lampedusa, in der Straße der Menschenrechte.

– persönliche Nacharbeit der aus dem Wahlkampf übriggebliebenen Anfragen darunter mehrere Universitätsstudien sowie Individualanfragen im Umfang von mehreren Dutzend Arbeitsstunden.

– Teilnahme an mehreren Stammtischen

– aktive Teilnahme an der Wahlnachlese der Kreisverbandes Nürnberg

– aktive Teilnahme an der offiziellen Vorbereitungssitzung zur Aufstellung der Stadtratsliste

– aktives Fundraising für den Kreisverband Nürnberg und vertrösten der Spender, die auf ihre Spendenbescheinigungen bisher vergeblich warten.

– aktive Mitarbeit im Fall „Pfarrer Dietrich“

– aktive Anfrage zur Kandidatur an externe Kandidaten im Auftrag des Vorstandes.

– darüber hinaus hielt ich mich für Fragen des neuen Vorstands bereit um seine Arbeit mit Erfahrung zu unterstützen.

An dieser Stelle nicht ganz unerwähnt lasse ich diejenigen Aktivitäten, von denen der Kreisverband nur sekundär Kenntnis haben kann wie z.B. mein Engagement für ein würdiges Europaprogram der Piratenpartei oder Wahlkampfanalyseaktivitäten außerhalb des Kreisverbandes.

Fakt ist: ich war aktiv und das ist dem Vorstand und insbesondere dem Vorsitzenden bekannt. Insofern gehe ich von einer absichtlichen und öffentlichen Lüge aus, um meine Person und Namen in Diskredit zu bringen. Daher frage ich den Vorsitzenden, den Vorstand sowie den gesamten Kreisverband:

Gibt es eine Regelung oder Richtlinie bei den Piraten die als Maßstab für Aktivität oder Passivität eines einzelnen Mitglieds regelt? Ein solcher Maßstab wäre politisch verheerend, weil dieser ein unmenschliches und unsoziales Menschenbild in den Vordergrund schiebt. Welche Motivation hat ein Mensch sich in dieser Partei; bei diesem Kreisverband zu engagieren, wenn er davon ausgehen kann, nach beinahe vierjähriger Hyperaktivität, dem Aufbau von Infrastruktur und Einfahren von eindeutigen Wahlerfolgen auf ein paar Wochen „Pause“ reduziert und abgeurteilt zu werden. Ich habe weiter oben dargelegt, dass ich keine Pause eingelegt habe und die Aussage hierzu eine Lüge ist. Dennoch und das ist ein ebenso wichtiger Aspekt des Zitates – anscheinend ist eine „Pause“ egal aus welchen Gründen verboten und unerwünscht, zumindest wenn man in den offiziellen Kreis der „Aktiven“ gehören will. Diese Denkweise widerspricht meinem Grundverständnis von der Piratenpartei der ich 2009 beigetreten bin. Sofern ich richtig informiert bin war die offizielle Version der Einbindung von ehrenamtlicher Arbeit ein niedrigschwelliger Einstieg ohne Verpflichtungen und unter Wahrung der Freiwilligkeit. Die publizierte Darstellung des Vorsitzenden in diesem Punkt setzt aber einerseits das System der Aktivitätsregelung wie oben beschrieben voraus; andererseits offenbart es ein menschenverachtendes Verständnis von ehrenamtlicher Arbeit selbst.

2)  Es wird vom Vorsitzenden behauptet, dass meine Tätigkeit für das Hanfjournal einer der ausschlaggebenden Gründe für meine Nichtwahl war.

Der Vorsitzende äußert damit ein Vorurteil, das mich stark irritiert. Immerhin hat er und hat die Piratenpartei mich doch genau mit dem Wissen um meinen Beruf auch zum Spitzenkandidaten bei den Landtagswahlen und Direktkandidaten für die Bundestagswahlen gewählt und sich über mein überdurchschnittliches Abschneiden bei den Wahlen gefreut. Ich möchte betonen, dass genau dieser Aspekt eine zweite Dimension des Vorwurfs der Untätigkeit beinhaltet. Hätte dieser Vorwurf nur eine Dimension, so hätte ja der Vorsitzende einfach sagen können: „Herr Kotzian war mit seiner Firma beschäftigt“ – Die Nennung einer konkreten Firma bedeutet natürlich in diesem Kontext die Aussage, dass der Grund für die nicht Wahl in der Mitarbeit bei einer bestimmten, in diesem Fall einer „Hanffirma“ liegt. Im Übrigen ist das nicht bestreitbar, da ja auch ein inhaltlicher Fortsatz der Diffamierung des Themas Hanf folgt. Daher frage ich an dieser Stelle ob es Regelungen bei der Piratenpartei gibt welche Firmen bzw. Firmengruppen als politisch korrekt einzustufen sind damit ich mich bei meiner zukünftigen Berufswahl besser orientieren kann? Oder handelt es sich hierbei einfach um eine persönlich Formulierte Diskreditierung der Arbeit bei einer Zeitung als solches?

Da der Vorsitzende gleichzeitig Spitzen- und OB-Kandidat in einem vereinigt wird natürlich seine Darstellung nach Außen als für den gesamten Kreisverband gültig empfunden. Solange dieses also öffentlich seitens der Kreisverbandes bleibt muss ich davon ausgehen, dass diese Meinung also auch vom Kreisverband und vom Vorstand getragen wird. Einzelne Bezeugungen individueller Mitglieder auf persönlicher Ebene und im Vertrauen lindern leider den Gesamtzustand nicht, da sie am Außenbild nichts ändern.

3) Es wird vom Vorsitzenden behauptet ich hätte das Thema Hanf zu sehr in den Vordergrund gestellt.

Vielmehr ist richtig, dass ich das Thema Hanf im Bundes und Landtagswahl intensiv bearbeitet habe und bei der Vorstellung für den Stadtrat auf diesen Aspekt nur in einem Punkt eingegangen bin. Wie jeder auf den Aufnahmen der Aufstellungsversammlung nachschauen kann war das der Punkt der bereits während des Wahlkampfs gestellten Bürgerpetition für einen Cannabis Sozial Club in Nürnberg und zwar aus der Perspektive der demokratischen Beteiligung. Wie ersichtlich ist habe ich in dem Zusammenhang kritisiert, dass der Bürgermeister einfach so im Namen des Stadtrates eine Verwaltungsantwort schickt, ohne das die Stadträte jemals ein Auge drauf geworfen hätten. Das ist nicht nur das Thema Hanf, das hier angesprochen wird, sondern wenn man es genau betrachtet, unser anderes Kernthema Mitbestimmung und Transparenz anhand des Beispiels einer Petition zum Thema Hanf.

Ich stehe zum Thema Hanf und weiß um viele die uns genau deswegen Ihre Stimme gegeben haben. In ganz Mittelfranken hat uns das die entscheidenden Mehrstimmen gegenüber München und Oberbayern gebracht. Nun sehe ich, und dies habe ich auch auf der Ausstellungsversammlung auch bestätigt, das Thema Hanf nicht als zentrales Kommunales Thema an. Jedoch habe ich an unser Grundsatzprogram erinnert, in dem im Übrigen das Thema mehrfach festgezurrt wurde und dies mit den höchsten Zustimmungsquoten von jeweils beinahe 90%. Daher halte ich eine explizite Distanzierung von diesem Thema bei den Kommunalwahlen, wie sie der Vorsitzende anscheinend gerne sehen würde für kontraproduktiv. Dieses Projekt eignet sich genau wegen seines Alleinstellungscharakters sowie der oben genannten Fragen der Teilhabe und Transparenz für einen kommunalen Wahlkampf. Ich sehe, dass man sich hier durch selbstgemachte Tabus und Vorstellungen ein weiteres Mal blockiert.

Ich möchte nochmals betonen, dass mir diese Fragen nachweislich vom Vorsitzenden gestellt und Thematisiert wurden, um am nächsten Tag anscheinend eine gute Begründung für mein schlechtes Abschneiden parat zu haben. Ich unterstelle, dass die Fragen absichtlich gestellt wurden und als Instrument gegen meine Person gedacht waren. Leider treffen sie auch ein Teil unserer Stammwähler im Mark. Daher fordere ich den Kreisverband/Vorstand auf durch glaubwürdige und geeignete Maßnahmen zu dokumentieren, welchen Stellenwert die Thematik bei den Piraten noch hat. Wenn ich das richtig einschätze und die Kommentare bei Facebook und persönliche Emails als Maßstab nehme gibt es nicht wirklich viel um diese Wähler noch zu überzeugen. Zu oft wurden Sie durch Sonntagsreden betrogen – zu hoch ist der Verfolgungsdruck und die Ungerechtigkeit um sich hier mit Kompromissen oder Verschiebungen vertrösten zu lassen.

Zusammenfassend fühle ich mich durch die Art und Weise der Darstellung durch den Vorsitzenden als Hanfaktivist diskriminiert. Weil ich weiß, wie schwierig es für einen außenstehenden Nichtverfolgten ist; ich es Euch dennoch eindringlich schildern möchte wie ernst das Unrecht gegen uns ist bitte ich Euch um ein einfaches Gedankenexperiment: Denkt doch einfach an die neuere Zeitgeschichte mit der Verfolgung Homosexueller. Genauso fühle ich mich: Diskriminiert.

 

4) Der Vorsitzende propagiert „normale Menschen“

Durch seine Wertende Äußerung „Wir setzen auf normale Menschen“ setzt der Vorsitzende seiner Frechheit absolut die Krone auf.

Erstens und da spreche ich nicht nur in meinem Namen sondern auch im Namen zahlloser Aktiver bevor der aktuelle Vorsitzende „Normalität“ zur Norm erklärt hat: Sind wir vorher abnormal gewesen? Anscheinend ja, sonst müsste man ja die jetzige Normalität nicht mehrfach betonen. Weil anscheinend vorher abnormale Piraten das Ruder in der Hand hielten. Folgendes: Diese Abnormalen haben dafür gesorgt, dass Du heute da sitzt wo du sitzt. Du bist also das Produkt dieser Abnormalen. Sozusagen die abnormative Fortsetzung.

Zweitens, lasst uns doch mal die sogenannte soziografische Normalität auf die so normale aufgestellte Liste anwenden. Wenn ich die ersten 10 Plätze, die irgendwie Hoffnung haben könnten unter die Lupe nehme fällt mir folgendes auf: Die Piratenpartei hat eine rein deutsch-ethnische, vorwiegend maskuline, Heten-Truppe aufgestellt. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich als Marketingfuzzi meinen die Zielgruppe um die es sich handelt ist ein Herrengesangschor aus dem Schwarzwald

Ich habe im Wahlkampf gesungen: „Schluss mit Politiksprech“ – Was gesagt werden muss, muss gesagt werden und ich bin überzeugt, dass es der Piratenpartei auf ihrem Weg helfen wird.

Deshalb möchte ich auch klar mitteilen, dass ich ab sofort für Aufgaben, Fragen und sonstige Zeitanfrage für den Kreisverband nicht zur Verfügung stehe und bitte eventuelle Projekte sofort an andere Piraten zu delegieren. Wie ich schon vorher kommuniziert habe empfinde ich die Aufstellung von Hans Parzelt als Zumutung und Ausdruck politischer Naivität. Um meinen Ruf als ehrlichen Menschen zu verspielen kann ich daher natürlich auch die Liste nicht unterstützen.

Ich bitte diesen Entschluss zu respektieren und nicht zu versuchen, mich zu Kompromissen überzeugen zu wollen. Über einen endgültigen Austritt aus den Piraten werde ich in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden. Da ich vier Jahre meiner persönlichen Lebenszeit in die Piraten investiert habe fällt mir eine solche Entscheidung nicht leicht. Danke an Alle die mir in den letzten Tagen Mut und Unterstützung zugesprochen haben.

Nach dem Misstrauensvotum der Basis sehe ich aber wenig Spielraum für Alternativen. Insbesondere dann wenn die Normalität in diesem Kreisverband weiterhin Norm ist.

Da ich mich nicht genauso schäbig wie der Vorsitzende verhalten möchte und will, dass ihr diesen öffentlichen Brief nicht aus dem Netz zieht sondern überhaupt eine Chance habt vorher zu reagieren übersende ich Euch dieses Schreiben persönlich mit einem Vorsprung von zwei Stunden. Ich finde das ist sehr fair angesichts dessen, was ich am Montag über mich in der Zeitung lesen musste.

Schöne Grüße an diejenigen die sie auch richtig verstehen und ich wünsche Euch von der fernen Insel frohes Unterschriftensammeln. Ich seh euch ja zu Weihnachten in der Innenstadt.

Emmi, Direktpirat

Rede zum Hanftag/GMM Berlin am 04.05.2013

Mein erstes Wahlplakat ist fertig!

Mein erstes Wahlplakat ist fertig!

 

Herzliche Grüße an Alle die heute hier sind!

Euer Weg war nicht umsonst!

Heute ist ein guter Tag – ein guter Tag für unsere Sache.

Weil wir nicht nur hier in Berlin demonstrieren, sondern in weiteren 11 Städten möchte ich diese hiermit herzlich grüßen.

Herzliche Grüße nach Hamburg, nach Stuttgart, nach Ulm, nach München, nach Erlangen, nach Dortmund, nach Frankfurt, nach Köln, nach Hannover, nach Potsdam und nach Wien.

Egal wo ihr heute demonstriert, ihr seid heute alle bei uns und wir sind heute alle bei Euch! Gemeinsam sind wir stark! Und gemeinsam werden wir es schaffen endlich diese Pflanze zu Legalisieren.

Nicht nur im deutschsprachigem Raum; nein auch in Paris, Prag, New York und hunderten anderer Städte gehen wir heute gemeinsam auf die Straße.

Ja – zählt nach – wir sind Millionen und wir wollen heute gemeinsam etwas Großes erreichen

Lasst es uns laut und deutlich sagen:

Ja wir wollen Gras legalisieren!

Ohne Wenn und Aber und das ganze Heute!

Wir haben keine Lust noch weiter darauf zu warten bis sich unsere Politiker dazu entschließen endlich die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes von 1994 um zusetzten. Und diese Minimalvorgabe ist uns nicht genug. Nein wir wollen einen wirklich regulierten und transparenten Hanfmarkt.

Warum wollen wir das? Wir wollen einen vollständig transparenten Markt, damit wir nicht mehr fürchten müssen vergiftetes Gras zu konsumieren.

Wir haben es satt. Wir haben es satt uns verfolgen zu lassen wegen Nichts und nochmal Nichts! Wir schaden niemanden – uns wird geschadet. Die einzige Nebenwirkung und das sei allen klar: die einzige echte Nebenwirkung von Cannabis ist die schamlose und willkürliche Verfolgung von Patienten und Konsumenten.

Wir haben es satt uns abkassieren zu lassen;

wir haben es satt uns zu Sozialstunden zwingen zu lassen;

wir haben es satt uns zu Therapiestunden zwingen zu lassen;

wir haben es satt uns ins Gefängnis stecken zu lassen;

wir haben es satt unsere Führerscheine zu verlieren

und wir haben es satt ausgegrenzt zu werden durch Berufsverbote; kriminalisiert Führungszeugnisse und niemals vergessende Datenbanken.

Und nein wir fühlen uns nicht Schuldig!

Noch einmal: wir fühlen uns nicht schuldig! Für nichts.

Wir wissen – dieses Jahr haben wir die Macht. Dieses Jahr im September wird abgerechnet für die letzten 40 Jahre Verfolgung. Diesen September sind Wahlen und wir haben einen Änderhaken.

Wir wissen: jeder von uns hat eine Schwester und ein Bruder und eine Mutter und einen Freund und einen Nachbarn. Und jeder von Ihnen wird uns dieses Jahr helfen. Sagt es IHNEN!

Lasst uns Ihnen gemeinsam sagen, dass das Kraut in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Ich bin Pirat und rede hier Klartext.

Kein Wahlversprechen sondern meine Wahl es zu sagen:

Erstens:

Sollte wir in irgendeiner Art und Weise an einer Koalition beteiligt werden werde ich dieser nur beitreten wenn im Koalitionsvertrag das Ende des „War on Drugs“ felsenfest zementiert wurde.

Zweitens:

Sollte ich im September Mitglied eines Parlamentes werden wird es mir eine große Ehre sein die erste in einem deutschen Parlament wachsende Hanfpflanze anzubauen.

Drittens:

Sollte ich am Ende Ministerpräsident werden werde ich Kraft meines Amtes eine Generalamnestie für alle nach dem §31 Verurteilten aussprechen.

Und damit das keine Worte bleiben die nur heute gesprochen werden habe ich ein Plakat entworfen. Ein Plakat das ich heute der Öffentlichkeit hiermit vorstelle und das ich als einer der Bayerischen Spitzenkandidaten aufhängen werde.

Der Spruch des Plakates lautet: „Lieber mal breit als immer Korrupt“ – hier ist es!

Liebe Hanfisten – egal wo ihr gerade demonstriert. Bitte sagt es weiter an Eure Freunde und Verwandten – im September tritt eine Partei an die das ernst nimmt mit dem Legalisieren! Danke Euch, genießt den Tag und wir sehen uns zur Hanfparade am 10.08.2013 wieder!

Arrrrr

Rede zur Listenaufstellungsversammlung zum BY-Landtag am 13.10.2012

Zum Jahresende noch ein Extraspezial. Meine Rede zur Aufstellungsversammlung der Bezirksliste für den Bayerischen Landtag. Ich konnte die Rede wegen der Redezeitbegrenzung von 10 Minuten nicht vollständig halten und hatte sie auch nicht vollständig ausformuliert sondern in Strukturstichwörtern festgehalten.
Eigentlich rede ich echt nicht gerne vor einem großen Publikum.
So oder so die Basis hat sich erbarmt und mir Platz 1 gegeben. Danke an Alle die da waren. Es war ein echt sauspannender Tag in meinem Leben. Aber hier endlich die Rede:

Hallo ich bin der Emmi

Emanuel Kotzian 40 Jahre, Verleger
Danke das ihr ALLE gekommen seit!
Wichtige Versammlung
Heute 337 Tage bis zum Touchdown in München

1) Eigentlich kein Dreijahresbericht

aber Su meint das es doch für Paar insbesondere Neue Mitglieder interessant sein könnte! Daher ein paar Highlights aus den letzten drei Jahren

a. (Dienstälterster Vorsitzender)

Stabilität und Konsistenz
Wahlkampf 2009
Und das Ergebniss

b. Piratorama um die 50 Sendungen alleine 2012

c. ÖPNV-Ticketfrei erstes durchgerechnetes Konzept!

Das war spitzenklasse weil
Die ersten mit Konzept! Die Berliner arbeiten noch dran ;)
Das Geilste: Zusammen mit mehr als 70 Leuten
DANKE EUCH ALLEN!

2) Weil es diese drei Jahre so nicht gegeben hätte:

a. Drei Piraten danken

  1. Su für drei Jahre Soziostress kompensieren und beruflich den Rücken freihalten
  2. Spinni für zwei wunderbare Jahre im Vorstand und poltisch den Rücken freihalten
  3. Dev für drei Jahre und dutzende geiler Projekte mit vollem Einsatz 24 Aufstellungen

3) Welche persönlichen politischen Felder will/kann ich einbringen

a. Bildung

Strukturreform!
Live-Long learning
Modulares Bildungssystem
Frontalunterricht abschaffen
Abschaffung der 45 Min
Demokratisierung der Schule
Wahl SchulLeiter
Budget
Frankenplenum
Mehr Geld – zumindest OECD druchschnitt – Recourcenfrage! Zukunftsfähigkeit

b. Innenpolitik

Vertrauen schaffen statt Terrorpanik
Bayerntrojaner
Demorecht
Volksbegehren
Drogenpolitik
Vertrauen schaffen statt Vertrauen verwalten!
Digitale verwaltung Siehe Estland
Transparente Verwaltung
Korruptionsbekämpfung

c. Asylpolitik

„Beckstein würde auch Jesus abschieben“ vor 14 Jahren
Innenminister Friedrich erzeugt Propaganda
Zirndorf – Rücken der Menschen

d. Europapolitik

Pro Europa – gegen Grenzen, Grenzen in den Köpfen
CSU Wahlkampf gegen Europa und gegen Teilen
Bayern ohne Deutschland und ohne Europa immer noch Agrarstaat
Nobelpreis! Kick gegen CSU-Extremisten
Gegen diesen ESM weil absoluter Moloch zugunsten Banken

e. Standortpolitik Wirtschaft und Infrastruktur

Digitale Infrastruktur & Kreativwirtschaft gegen Landflucht
Regional Wirtschaft stärken/denken
Strukturpoltik
Z.B. Flughafen Nue
Fördertöpfe justieren /Europa!
Aktuelles Problem Flughafen NUE

4) Welche technischen Strategischen Ziele will ich wollen wir erreichen

Bayernweit 5% klar überspringen weil das ein Freiticket nach Berlin ist
In Mittelfranken weit über dem Landesdurchschnitt abschneiden
Drei LT-Abgeordnete aus MFR
Mindestens Platz vier in MFR
DAS IST ZU SCHAFFEN – die Gelegenheit ist günstig:

Generationswechsel bei andren Parteien – Kandidaten genauso bekannt wie wir! Günter Beckstein ist WEG! Eratz Söder bei vielen unbeliebt.
SPD Personalpoltik anonymous
FDP,Linke,FW,ÖDP in MFR non existen bzw. knapp vor Selbstauflösung
Grüne verlieren ihr bestes Argument: Christine Stahl und ersetzten es Wohl durch einen Forstexperten aus Niederbayern.
Wahlkampf Seehofer / Ude geht am fränkischen Bedürfnissen vollkommen vorbei.
Politk insgesamt & Landesregierung hat viel Vertrauen auf ihrem Vorzeigefeld verloren
Wirtschaftskompetenz (Bayern LB/ Adria Bank)
Energiewende verpennt
Europapolitik desaströs
Die Bürger wollen Transparenz und Mitbestimmung

5) Was können wir machen?

a. Programm
Einige Positionen sind aufgebaut
Wir sind schon viel besser als 2009
Und haben noch 2 Pareitage für Inhalt

b. Kampagne

Ich Zweifel in MFR nicht an einer guten Kampagne
Unerlässlich ist aber innere Frieden, denn niemand wählt eine zerstrittene Partei
Bitte 337 Tage keine Gates und einfach mal Kresse halten und überschüssige Energie am politischen Gegner ableiten.

c. Personen

Daher lasst uns heute einen der drei Punkte abschließen
Lasst uns unsere besten Kandidaten aufstellen
Lasst uns unsere Chancen nutzten

Ich freue mich auf den 15.09.2013